Allerheiligen in Bayern

Allerheiligen in Bayern

Allerheiligen in Bayern, ein katholischer Feiertag, an dem den Verstorbenen gedacht wird.

Eigentlich ist Allerheiligen der Gedenktag für die Heiligen, im Laufe der Zeit hat sich das dann aber anders eingebürgert.

Am Tag nach Allerheiligen begeht die römisch-katholische Kirche den Allerseelentag, an dem der Armen Seelen im Fegefeuer gedacht wird. Vielerorts wird die damit verbundene Gräbersegnung bereits am Nachmittag von Allerheiligen, dem arbeitsfreien staatlichen Feiertag, vorgenommen. Damit verbunden ist der Brauch, die Gräber vor allem mit Lichtern besonders zu schmücken.

Wie fast zu jedem kirchlichen Ereignis gibt es auch hier kulinarische Bräuche, die je nach Region verschieden sind.

Als Allerheiligengebäck kennt man im süddeutschen Sprachraum den Allerheiligenstriezel, den die Tauf- oder Firmpaten an ihre Patenkinder verschenken. Den Brauch gibt es vom Burgenland über das oberösterreichische Inn- und Hausruckviertel bis zum südostbayerischen Chiem- und Rupertigau. 

Der Allerheiligenstriezel (regional auch Strietzel, Allerseelenzopf, Seelenspitze, Seelenbrot, Seelenwecken oder Allerseelenbreze) ist ein in Zopfform geflochtenes Hefegebäck.

Wie andere Striezel und Zöpfe auch besteht er aus Mehl, Eiern, Backhefe, Fett, Rosinen, etwas Milch und Salz sowie Körndl-/Hagelzucker oder Mohn zum Bestreuen und wird je nach örtlichem Brauch mit Rum oder Zitronensaft hergestellt.

In der nördlichen Oberpfalz heißt dieses Allerheiligengebäck „Strietzl“. In der Region um das Altmühltal gibt es an Allerheiligen auf Spitzlmärkten „Spitzl“ (Spitzel), ein rautenförmiges Lebkuchengebäck.

Der Brauch hat seine Wurzeln in antiken Trauerkulten,

als man sich die geflochtenen Haare abschnitt, um seine Trauer auszudrücken. Im 19. Jahrhundert wurden nach der Darstellung Peter Roseggers die Armen mit dem Allerheiligenstriezel beschenkt. Für die Paten- und Firmkinder, die in unbegüterten Verhältnissen auf dem Land aufwuchsen, bedeutete das Geschenk einen „Ausgleich zu den üblichen Tagen des Darbens und Sparens“.

Um ledige Frauen wegen ihrer Ehelosigkeit zu verspotten, wurden diese von jungen Männern mit Striezeln aus Stroh bedacht.

(Quelle:Wikipedia)

Gibt es noch andere regionale Bräuche? Welche Bräuche zu Allerheiligen kennst du?

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